Beratungs- und Informationszentrum für Migrantinnen und ihre Familien

Zielgruppen

  • Heirats- und Arbeitsmigrantinnen
  • Migrantinnen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus
  • Migrantinnen in der Prostitution
  • Flüchtlinge
  • Kinder und Jugendliche ohne Papiere
  • Opfer von Menschenhandel


FIM
konzentriert sich in seiner Beratungstätigkeit auf Migrantinnen und ihre Familien. Zu FIM kommen Klientinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa. Die Beratungsarbeit richtet sich, entsprechend der unterschiedlichen Lebenssituation der Frauen, auf verschiedene Themenbereiche:

Die Opfer von Menschenhandel sind oft schwer traumatisiert. Sie können den Kontakt zur Fachberatungsstelle meist nur vermittelt durch die Polizei finden.

Ihre Probleme und Themen in Stichworten: Täuschung über die tatsächlichen Arbeits- und Lebensbedingungen; extreme Fremdbestimmung, besonders starke Abhängigkeit und Ausbeutung; Erfahrungen von körperlicher, sexualisierter und psychischer Gewalt; Empfinden von Scham über das Geschehene; Bedrohung der eigenen Person sowie der Familienangehörigen im Herkunftsland durch Menschenhändlernetze; Verschuldung; Angst vor Rache der Täter bei Zeugenschaft uvm.

Die Heiratsmigrantinnen stellen die größte zu beratende Gruppe bei FIM dar. Ihr Unterstützungsbedarf liegt primär im Bereich der interkulturellen Partnerschaft und Familie sowie im Bildungs- und Erwerbsbereich.

Ihre Probleme und Themen in Stichworten: Fremdbestimmung durch organisierte Heiratsvermittlung; Probleme des interkulturellen Verstehens in der Ehe; Probleme mit der Kindererziehung; Probleme aufgrund wirtschaftlicher und ausländerrechtlicher Abhängigkeit in der Ehe; Probleme mit Ehemännern, die gezielt die ersten beiden Ehejahre nutzen, um Ehefrauen folgenlos ‚zu wechseln'; Gewalt in der Ehe; extrem nachteilige Eheverträge für die Frauen uvm.

Die Probleme der Migrantinnen in der (selbstbestimmten) Prostitution sind oft verbunden mit ihrer nicht-legalen Aufenthalts- und Arbeitssituation sowie mit ihren spezifischen Lebensbedingungen im Milieu.

Ihre Probleme und Themen in Stichworten: Gesundheitliche Probleme; Schuldendienste bei Schleuser- und Zuhältergruppen; Täuschung über die Arbeitsbedingungen; Probleme im Kontext von behördlichen Kontrollen; Probleme im Kontext von Transsexualität; Perspektivlosigkeit, Ausgrenzung und soziale Isolation uvm.

Auch die Schwierigkeiten der Frauen auf dem informellen Arbeitsmarkt außerhalb der Prostitution (Dienstleistungen in Privathaushalten, in der Reinigungsindustrie, im Gastgewerbe u.a.) basieren primär auf ihrem nicht-legalen Aufenthaltsstatus, was ihre Ausbeutbarkeit im Arbeitsverhältnis ermöglicht.

Ihre Probleme und Themen in Stichworten: Verschuldung bei Schleppernetzen; Erfahrungen von sexualisierter Gewalt durch Arbeitgeber; kein Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung; keine Einbindung in Sozialversicherungssysteme; kein Schutz durch arbeitsrechtliche Regelungen; psychische Probleme, da ein persönlicher Kontakt zur Herkunftsfamilie (z.B. den eigenen Kindern) häufig über sehr lange Zeiträume nicht möglich ist; Perspektivlosigkeit; Dauerstress wegen der ständigen Angst vor Strafverfolgung. In zunehmendem Maße ist FIM auch mit der schwierigen Situation der in Deutschland lebenden Kinder ohne legalen Aufenthaltsstatus konfrontiert.

Die Flüchtlingsfrauen kommen bei FIM primär aus afrikanischen Herkunftsländern. Ihre Lebenssituation ist geprägt von existenziellen Ängsten im Zusammenhang mit ihren Erfahrungen auf der Flucht sowie mit ihrer meist ungesicherten Aufenthaltsperspektive in Deutschland.

Ihre Probleme und Themen in Stichworten: Gefahr für Leib und Leben; traumatische Erfahrungen; frauenspezifische Fluchtgründe; ungewisser Verlauf des Asylverfahrens; Chancenlosigkeit im Asylverfahren; fehlende Rückkehroption, insbesondere für allein stehende Frauen ohne Kinder; ungeeignete und bedrohliche Unterbringung in Asylbewerberheimen; aufenthalts- und arbeitsrechtliche Perspektivlosigkeit durch Kettenduldungen uvm.


FIM berät auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Tagalog, Thailändisch, Tigrinya und Amharisch.

/Files/images/pdf_fr.png

/Files/images/pdf_es.png

/Files/images/pdf_tl.png

/Files/images/pdf_th.png

/Files/images/pdf_ti.png

/Files/images/pdf_am.png